Anforderungen BGV A3

Warum prüfen ?

Die statistische Todeswahrscheinlichkeit bei Stromunfällen ist über 25 x höher als bei anderen Arbeitsunfällen. Nur im Verkehrsbereich liegt sie höher. Dies zeigt eindrucksvoll die Notwendigkeit der vorbeugenden Wartung und Instandhaltung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel. Wichtigste Schutzmaßnahme hierfür ist das Prüfen auf elektrisch sicheren Zustand und dies muss in den einzelnen Unternehmen und Behörden erkannt werden.

Was ist zu prüfen ?

Unterschieden werden - ortsfeste elektrische Betriebsmittel - ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel - stationäre Anlagen. Die vorgeschriebenen Prüffristen unterscheiden sich erheblich voneinander und hängen ganz entschieden von der Beanspruchung und dem Benutzungsgrad ab. Auf Baustellen und Fertigungsstätten beispielsweise sind Prüfungen alle 6 Monate für ortsveränderliche Betriebsmittel vorgeschrieben. Bei ortsfesten Betriebsmitteln verlangt der Gesetzgeber eine Prüfung alle 4 Jahre. Die überwiegende Mehrheit der zu prüfenden Geräte befindet sich im klassischen Bürobereich. Sie sind ortsveränderlich und in der Regel alle 24 Monate durchzumessen.

Wer ist verantwortlich ?

Für die Arbeitssicherheit in seinem Unternehmen ist der Geschäftsführer verantwortlich. Er hat alle Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen zu treffen und muss vorbeugend handeln. Die Landesunfallkassen haben das in den Durchführungsanweisungen der GUV-V A3 genannt und die Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik in der BGV A 3. Versicherungsträger bestehen seit etlichen Jahren auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Prüffristen.

Bei eklatanten Verstößen gegen diese Auflagen kann der Gesetzgeber Bußgelder bis zu einer Höhe von Euro 10.000,- verhängen.